Fotoausstellung · Hamburg
Die Entstehung der HafenCity - Impressionen aus drei Perspektiven
Über die Ausstellung
Dort, wo vor mehr als 25 Jahren die ersten Entscheidungen über die Entwicklung der östlichen Hafengebiete getroffen wurden, präsentieren die Hamburger Fotografen Kurt W. Hamann, Thomas Hampel und Wolfgang Huppertz erstmalig in einer gemeinsamen Fotoausstellung ihre Sicht auf die ersten beiden Jahrzehnte der Hamburger HafenCity. Die drei Fotografen haben ihren jeweils individuellen Blick auf Sandwüsten, Baustellen und Großprojekte an der Elbe, auf die Ästhetik der Lost Places und auf die Dynamik des Aufbaus, bewegen sich aber auch konzeptionell auf völlig unterschiedlichem Niveau: Kurt W. Hamann erkundet mit fotografischem Spürsinn den Boden der Tatsachen, Thomas Hampel versucht, im Hubschrauber den Überblick zu behalten und Wolfgang Huppertz hat sich den Bauhelm aufgesetzt und ist mit dem U-Bahn-Bau in den Untergrund gegangen.
Die Zusammenstellung dieser drei Perspektiven zur Ausstellung HAFENCITY TRIFOKAL in der Diele des Hamburger Rathauses zeigt im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2026 die Entstehung der HafenCity ebenso kompakt wie differenziert. Die ästhetisch und dokumentarisch eindringlichen Aufnahmen ermöglichen eine Zeitreise und bieten einen Panoramablick auf die Transformation des vormaligen Hafenareals zu einem wesentlichen Teil der heutigen Hamburger Stadtküste. Die drei Perspektiven der Fotografen verbinden sich dabei zu einem in dieser Zusammenstellung noch nie präsentierten Zeitdokument der städtebaulichen Entwicklung an der Wasserkante. Auf den mehr als 40 Stellwänden der Ausstellung werden viele einmalige Momente gezeigt, der Blick für Details geschärft und spektakuläre Perspektiven eröffnet. In den kenntnisreichen, knapp gefassten Texten von Heinz Oberlach, seit Jahrzehnten genau wie die drei Fotografen beruflich im Hafen und in der HafenCity unterwegs, werden die Fotos thematisch und chronologisch eingeordnet und erschlossen.
© Kurt W. Hamann
Drei Ebenen
Die drei Perspektiven erzählen zusammen die ganze Geschichte.
Luftaufnahmen zeigen das gewaltige Ausmaß des Wandels: Wie aus Brachen, Kranen und Baugruben Straßenzüge und Quartiere werden.
Auf Augenhöhe entsteht das Gefühl für Maßstab und Materialität: Beton, Glas, Wasser und die Menschen, die diesen Stadtteil zum Leben erwecken.
Im Untergrund wachsen die Stationen und Tunnel der neuen Linie U4. Kunstwerke aus Beton, noch bevor der erste Zug einfährt.
Einblicke
Ein kleiner Vorgeschmack auf die Ausstellung.
© Kurt W. Hamann
© Thomas Hampel
© Wolfgang Huppertz
© Kurt W. Hamann
© Wolfgang Huppertz
© Kurt W. Hamann
© Wolfgang Huppertz
© Kurt W. Hamann
© Wolfgang Huppertz
© Kurt W. Hamann
© Wolfgang Huppertz
© Kurt W. Hamann
© Wolfgang Huppertz
© Thomas Hampel
© Wolfgang Huppertz
Die Menschen dahinter
Am Boden
Kurt W. Hamann wurde 1951 in Uetersen bei Hamburg geboren. In der Elbmetropole studierte er zunächst Sozialpädagogik und war in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Daran schlossen sich drei Jahre als Hörfunkreporter an. Seit 1990 arbeitet Kurt W. Hamann als freiberuflicher Fotograf - unter anderem für den NDR, den STERN, den SPIEGEL, GEO und die ZEIT. Darüber hinaus wurden seine Arbeiten in diversen Ausstellungen gezeigt, u.a. in New York, London, Prag, Köln, Dresden, Schwerin, Boizenburg und Hamburg.
Aus der Luft
Thomas Hampel, geboren 1955 in Bremen, studierte in Göttingen und Hamburg Kunstgeschichte und Archäologie. Auf die fotografische Erforschung des Hamburger Hafens und der Speicherstadt seit den frühen 1980iger Jahren folgten Aufträge von Reedereien und Hafenunternehmen wie der HHLA. Mit Gründung der Foto- und Gestaltungsagentur ELBE&FLUT in der Speicherstadt wurden auch eigene Buch-, Magazin- und Zeitungsprojekte realisiert, seit 2006 ist Thomas Hampel für die HafenCity Hamburg GmbH an der Stadtküste tätig.
Unter der Erde
Wolfgang Huppertz wurde 1953 in Würselen bei Aachen geboren und studierte Philosophie sowie Kunstgeschichte in Freiburg, Tübingen und Hamburg. Seit Anfang der 1980er Jahre dort als freiberuflicher Fotograf tätig, arbeitete er u.a. für die HAMBURGER MORGENPOST, das HAMBURGER ABENDBLATT und den SPIEGEL. 1989 gründete er gemeinsam mit Kurt W. Hamann die Agentur „agenda, Fotografen und Journalisten“. Wichtige Auftraggeber waren später das DRK, die ELBKINDER, das HANSA-THEATER und die HAMBURGER HOCHBAHN.
Praktische Informationen
10. Juli - 30. Juli 2026
Montag - Freitag: 08 - 18 Uhr
Samstag: 10 - 18 Uhr
Sonntag: 10 - 17 Uhr
info@trifokal.info
Der Eintritt ist kostenfrei.
Keine Anmeldung erforderlich.
Weitere Informationen auch unter
architektursommer.de
Wir bedanken uns ganz herzlich bei denen, die durch ihre großzügige Unterstützung diese Ausstellung ermöglicht haben.